Tiersymbole aus Alteisen

 

 

 

 

In der Weyerbucht sind aktuell zahlreiche aus Alteisen gefertigte Tiersymbole von Kunstschlosser Johann Altendorfer zu sehen. Ein lebensgroßer purpurblauer Pfau ist umringt von zwei aus Holzkreissägen modellierten Löwen, mit Schilfgras als Mähnen. Ein aufgetauchter Kettenantrieb eines Raupenfahrzeugs, der früher als Anker für ein Boot verwendet wurde, ist formgebend für eine Schnecke mit verstellbarem Kopf. Chromgrüne Augen leuchten aus auseinandergeschnittenen Messingkugeln hervor.

 

 

Der Gedanke dahinter ist, dass man alles noch verarbeiten kann, um aus Altmetall wieder etwas Sinnvolles zu kreieren! Zum kunstvollen Recycling meint Johann Altendorfer: „Ich tue es gerne, weil ich nicht alles gleich wegschmeiße, sondern vieles aufhebe, da wir von früher her so geprägt sind. Viel Arbeit und Überlegungen sind nötig, wenn gezeichnet, gebaut und wieder zerlegt wird. Wenn es die Leute gerne anschauen und eine Gaudi dabei haben, gefällt mir das.“

 

 

Der Gedanke der Wiederverwertung steht im Vordergrund. Beispielsweise wurde auch eine weggeworfene Anhängervorrichtung vom Recyclinghof eingebaut. Boiler und Kompressoren werden zu Tierkörpern und eine alte Federkernmatratze zu Schnurrbart und Haaren. Ein geschmiedeter Bettverbau und Blechdeckeln von Buachbergers Mili zieren die Flügeln des Pfaus, die mit Hilfe von übersprühten Hühnerfedern und Schablonen von Girlanden verziert wurden. Zu finden sind auch ein mausartiges Ferkel, eine verzierte Milchkanne und Vogelhäuser aus genieteten, nicht rostbaren Tafeln aus Alublech. Diese dienten einst als Kennzeichnung der Privatzimmervermieter. Ein alter Bootshänger fungiert als Rahmen für die Kunstobjekte. 

 

Bekannt sind den Mattseern diese Art von Objekten schon von früher, als beispielsweise „Moby-Dick“ das Seefest dekorierte oder ein ansehnlicher Schwan und drei Segelboote mit Leuchtturm, die sich im Wind bewegen.